1959
Im September wandern die Jüngeren einer Gemeindegruppe von St. Markus über zwei Wochen lang durch den Bayerischen Wald. Man beschließt, Pfadfinder im Verbund "Christliche Pfadfinderschaft" (CP) zu werden. Es wird die erste männliche Gruppe, die Elche, unter Carstens Führung gebildet.
1960
In diesem Jahr wird aufgrund eines Referats in der Sippe Bussard beschlossen, sich näher mit dem Bauernführer Florian Geyer zu beschäftigen. Er wird Namenspatron der Siedlung.
Es entstehen weitere Sippen und Auslandsgroßfahrten werden unternommen.
1961-1965
Das Engagement und das Aktivitätenangebot wächst kontinuierlich an: Kaum eine Woche vergeht ohne Aktion; seien es Sippenfahrten, Stammesthings, -abende, Einsatz für Innere Mission, Gemeinde, Evangelische Jugend, Gau, Land und Bund. Dazu kommen Nachtwanderungen, Höhlenfahrten, Elternabende, Weihnachtssingen und Waldweihnacht. Ebenso trifft man sich in wöchentlichem Rythmus für Bibelarbeit und Sportnachmittage.
Der Stamm wächst auf 100 Mitglieder an.
Zu Ende dieser Zeit wird auch das weibliche Pendant zum CP-Verbund, der BCP-St. Markus (Bund Christlicher Pfadfinderinnen) gegründet. Beziehungen zwischen BCP und CP gibt es zu diesem Zeitpunkt so gut wie keine.
1965/66 wird eine Blockhütte auf der Reh errichtet, die für Aktionen, Lager und Übernachtungen dient.
1966-1970
In dieser Zeit löst sich der CP-Stamm von seinen Dogmen und es wird versucht, Autorität, Unterwerfung und Gehorsam durch Demokratie und Miteinander zu ersetzen. Insgesamt nehmen die Aktivitäten ab und der Stamm beginnt, sich mehr mit sich selbst zu beschäftigen. Erste Kontakte zwischen weiblichen und männlichen Pfadfindern werden geknüft.
1971-1976
In dieser Zeit findet ein starker Umbruch statt: Man löst sich vom autoritären und straffen Stammesführungsstil, BCP und CP fusionieren auf Ortsebene, in den Mittelpunkt treten Schlagworte wie Demokratie, Koedukation sowie politisches Engagement.
Die Sippen entwickeln eine Eigendynamik, die den Stamm von seinen Aufgaben entlastet. Themen der Sippenstunden werden zum Beispiel Rauchen, Demokratie und Sexualerziehung.
Die Meutenarbeit ist weit verbreitet.
1977-1982
Viel ist nicht übrig geblieben vom einst so starken Stamm: Stammesaktionen sind seltener geworden, Elternabende und Waldweihnachten finden jedoch immer noch an der eigenen Blockhütte statt. An Aktionen der Region wird regelmäßig teilgenommen.
Anfang der 80er Jahre ist der Stamm ohne Stammesführer, die Stammesführung ist inoffiziell von der Führerrunde auf die Roverrunde übergegangen, der Stamm steht kurz vor dem Zusammenbruch: Kaum eine Sippe die noch funktioniert, Stammesaktionen gibt es kaum noch.
1977 findet das erste Faschingslager in Rockenbach statt.
1982-1988
In dieser Zeit schrumpfte sich der Stamm gesund: Kaum noch Ältere engagierten sich und die übriggebliebenen Rover ordneten sich vollkommen neu und bildeten bald einen festen Kern. Es finden regelmäßig Stammeslager und eine Aktion wie Sonnenwendfeiern, Thinkingday sowie Entwicklungshilfeprojekt für Peru statt. Der Stamm hat etwa 60 Mitglieder.
1984 erscheint erstmals das Stammesliederbuch Mipofix
1989-1994
Der Stamm ist organisatorisch auf einem Hoch, viele engagieren sich um die Stammesangebot vielfältig und die Vertretung in Gremien umfangreich zu halten: Kirchenvorstand, Stammesvertretung im Stadtjugendring, Dekanatsjugendkammer, Landes- und Bundesversammlungen sind nur einige Beispiele.
1995-1999
In diesem Zeitraum gruppiert sich eine sehr selbstständige Ranger/Roverrunde, die einerseits erstmals ältere Jugendliche in den Stamm holt und zur Gestaltung von Jugendarbeit motivieren kann und andererseits den Schwerpunkt oft von der Führerrunde (FüRu) und den Sippen weg verlagert.
Stammesaktivitäten werden seltener, bis Faschingslager und Waldweihnacht als fester Bestandteil übrig bleiben. Stattdessen verstärkt sich die Teilnahme an Lagern des Landes und des Bundes In der Gemeinde nimmt der Stamm an Festen und Fastenessen sowie dem Bürgerfest in Sieglitzhof teil.
2000- 2010
Der Stamm umfasst relativ konstant 40 Mitglieder und läd regelmäßig zu Faschingslager und Waldweihnacht ein, die den festen Bestandteil der Jahresplanung darstellen. Daneben existieren eine Reihe an Aktionen (Konfiwochenend-Kochen, Fastenessen, Gemeindefest, Bürgerfest etc.), die das Stammesleben bereichern. Sippenarbeit findet im wöchentlichen Rythmus, Sippenübernachtungen und -Fahrten unregelmäßig statt. Die FüRu trifft sich regelmäßig. 2009 steht ein Wechsel der Gruppenräume an. Leider nicht mehr in direkter Nachbarschaft zur Kirche dafür im Herzen Sieglitzhofs im Keller des Kindergartens im Heuschlag, wo wir uns die Räume mit dem Jugendclub Kluntje teilen.
Eine detailiertere Ausführung der Stammesgeschichte befindet sich in der Stammeschronik.